Ein Mann arbeitet an seinem Computer

Europäische Beschäftigungsstrategie (EBS)

Beurteilung und Evaluierung der EBS

Evaluierung im Jahr 2002

Im Jahr 2002 veröffentlichte die Europäische Kommission eine Evaluierung der ersten fünf Jahre der Europäischen Beschäftigungsstrategie. Die Evaluierung basierte auf einer in jedem Land in Auftrag gegebenen unabhängigen Bewertung, mit der die Wirkung der EBS auf die Arbeitsmarktpolitik der einzelnen Länder festgestellt werden sollte.

Die Evaluierung der Kommission verdeutlichte eine beträchtliche Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in der EU: Seit 1997 waren über 10 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen worden und die Zahl der Arbeitslosen war um 4 Millionen gesunken. Auch wenn es schwierig ist zu sagen, inwieweit die allgemeine Verbesserung auf die Einführung der EBS beziehungsweise auf die positive Wirtschaftslage zurückzuführen ist, konnten anhand der Evaluierung doch ein beträchtlicher Wandel im Bereich der Beschäftigungspolitik der einzelnen Länder sowie eine eindeutige Konvergenz im Hinblick auf die Ziele der Europäischen Beschäftigungsstrategie und ihrer Leitlinien festgestellt werden. Die EBS ist jedoch nicht völlig frei von Mängeln, zum Beispiel im Hinblick auf die Aktivierung der am meisten benachteiligten Gruppen sowie die Bewertung der Maßnahmen oder auch im Hinblick auf neue Herausforderungen wie:

In einer Mitteilung vom 14. Januar 2003 präsentierte die Kommission einen Entwurf für die überarbeitete Strategie mit konkreten Zielsetzungen und Vorsätzen. Sie betonte insbesondere drei übergeordnete Ziele (Vollbeschäftigung, Qualität und Produktivität am Arbeitsplatz sowie ein integrativer Arbeitsmarkt) und bestand auf einer besseren Überwachung und Umsetzung der Europäischen Beschäftigungsstrategie.

Beurteilung im Jahr 2005

2005 wurde die Strategie von Lissabon überarbeitet und eine Mitteilung für die Frühjahrstagung des Europäischen Rates veröffentlicht. Die Europäische Kommission präsentierte eine neue EU-Strategie in der Absicht, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen. Die Strategie zielt auf die Neubelebung der Agenda von Lissabon.

Den Schwerpunkt der Mitteilung bildeten die Gründung einer europäischen Partnerschaft für Wachstum und Beschäftigung, die Verbesserung von Wissen und Innovation für Wachstum, die Steigerung der Anpassungsfähigkeit der Erwerbstätigen und Unternehmen sowie der Flexibilität der Arbeitsmärkte und die Förderung von Investitionen in das Humankapital durch bessere Bildung und Qualifikation.

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