NL-vii.2 Private Vermittlungsagenturen auf dem Wiedereingliederungsmarkt
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3.7.2.NL-vii.2 Private Vermittlungsagenturen auf dem Wiedereingliederungsmarkt


In den letzten Jahren ist die Rolle privater Vermittlungseinrichtungen auf dem Arbeitsmarkt, die sich mit der Vermittlung Arbeitsloser (mit Abstand zum Arbeitsmarkt) und arbeitsbehinderter Personen befassen, wichtiger geworden. Außer den regulären Zeitarbeitsunternehmen ist die Anzahl spezialisierter Reintegrationsagenturen schneller gewachsen.

Ein Beispiel für den sich rasch vergrößernden Marktanteil der Zeitarbeitsunternehmen ist START, das 1977 von der Staatlichen Arbeitsverwaltung als gemeinnützige Organisation gegründet wurde, um das "Ausleihkonzept" zugunsten schwervermittelbarer Arbeitsuchender anzuwenden. START ist gegenwärtig mit 4.578 regulären Beschäftigten und 600 Zweigstellen eine der größten Zeitarbeitsfirmen in den Niederlanden. 1998 wurden durchschnittlich 60.000 Beschäftigte verliehen und 11.000 Arbeitnehmer auf ausgelagerten Arbeitsplätzen beschäftigt.

Die wachsende Bedeutung, die private Vermittlungsagenturen bei der Reintegration von Arbeitslosen mit Abstand zum Arbeitsmarkt und arbeitsbehinderten Personen haben, steht im Zusammenhang mit der Abschaffung der Verpflichtung für Kommunen und Uvis, ihre Wiedereingliederungsdienstleistungen bei der Arbvo einzukaufen. Die Aufhebung dieser Pflicht wird bis Januar 2000 abgeschlossen sein, was die Bedeutung privater Vermittlungseinrichtungen weiter erhöhen dürfte.

Weitere Faktoren, die die Wichtigkeit der privaten Einrichtungen nach 2000 steigern werden, sind die allmähliche Einführung der neuen Umsetzungsstrukturen bei "Arbeit und Einkommen" (Suwi, siehe Kapitel I, 6.) und die vorgeschlagenen Änderungen des WAADI, die auf die Abschaffung des verbleibenden Lizenzsystems für Vermittlungsagenturen auf dem Arbeitsmarkt zielen (siehe Kapitel II, 1.4.2).

Gemäß eines 1998 mit der Staatlichen Arbeitsverwaltung geschlossenen Abkommens wollen die Zeitarbeitsunternehmen START und Vedior 1999 30.000 bei der Arbvo registrierte Arbeitsuchende verleihen (davon 15.000 mit "Abstand zum Arbeitsmarkt"). Die Erreichung dieses Ziels würde die Anzahl der Arbvo-Vermittlungen um 15 % erhöhen.


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