Das Nationale Amt für Statistik (Centraal Bureau voor de Statistiek - CBS) erhebt regelmäßig Daten zu folgenden Themen:
a) In einer monatlichen Erhebung werden Daten über Umfang und Zusammensetzung der Erwerbsbevölkerung gesammelt, die auf einer mehrstufig geschichteten Stichprobe beruhen und einmal jährlich in der "Arbeitskräfteerhebung" (Enquête Beroepsbevolking) veröffentlicht werden. Diese Publikation enthält Daten zu folgenden Bereichen:
Auf der Grundlage dieser Erhebung und der Registrierungsdaten der Staatlichen Arbeitsverwaltung werden die offiziellen Daten zur "Registrierten Arbeitslosigkeit" (Geregistreerde Werkloosheid) monatlich errechnet und als progressiver Drei-Monats-Durchschnitt dargestellt.
b) Die jährlich erscheinende Publikation "Arbeit und Einkommen der Arbeitnehmer" (Arbeid en Lonen van Werknemers) liefert eine zusammenfassende und kohärente Jahresübersicht der CBS-Publikationen auf dem Gebiet von Arbeit und Einkommen der Arbeitnehmer. Erhebungen von Unternehmen und Institutionen sind: die "Vierteljahresstatistik zu Beschäftigung und Lohnsumme (Kwartaalonderzoek naar Werkgelegenheid en Loonsom), Jahresstatistik zu Beschäftigung und Löhnen (Jaarlijks Enquête naar Werkgelegenheid en Lonen - EWL), Vierteljahresstatistik der Lohnentwicklung (Kwartaalonderzoek Loonontwikkeling), Lohnindex (Indexcijfers van Regelingslonen), Lohnkostenstatistik (Loonkostenonderzoek) und Erhebung zur beruflichen Weiterbildung (Bedrijfsobleidingen).
c) Daten zu Bestand, Zu- und Abgänge offener Stellen nach Wirtschaftstätigkeit und Unternehmensgröße werden vierteljährlich in der Übersichtsstudie der offenen Stellen (Vacature-enquête) zusammengefaßt. Die Zahlen des dritten Quartals (Ende September) enthalten zahlreiche Variablen, darunter Beruf, Ausbildung und Dauer offener Stellen.
d) Das Nationale Amt für Statistik registriert auch jährlich "Zugang zum, interne Wanderungen im und Abgang aus dem Bildungssystem" (Instroom in, Doorstroom en Uitstroom uit het Onderwijs). Diese Daten umfassen alle existierenden Formen allgemeiner und beruflicher Bildung und werden jährlich veröffentlicht.
e) Um einen Gesamtüberblick des Arbeitsmarkts zu liefern, hat das CBS ein integriertes Datensystem zur Beschäftigung entwickelt, die sogenannte "Beschäftigungsaufstellung" (Arbeidsrekeningen). Sie bezieht sich auf Beschäftigte, Arbeitsplätze und Ausgaben des Sozialversicherungssystems. Die detailliertesten Daten liefert das Material über die Stellung im Erwerbsleben. Das System arbeitet mit Quartals- und Jahresberichten.
Detailliertere Informationen zur Struktur der Arbeitslosigkeit kann man aus den Registrierungsdaten der Staatlichen Arbeitsverwaltung erhalten. Aufgrund mangelnder Exaktheit werden sie nicht veröffentlicht, bilden aber dennoch eine wichtige Informationsquelle für die Staatliche Arbeitsverwaltung. Diese Daten werden zusammengefaßt und im Rahmen des Konzepts "Arbeitsuchende ohne Beschäftigung" (Niet-werkende werkzoekenden - NWW) ausgewertet.
Darüber hinaus gibt die Staatliche Arbeitsverwaltung jährlich eine Studie über das Arbeitsmarktverhalten von Arbeitsuchenden, Suchmethoden und intermediäre Mechanismen der Arbeitsuche sowie ihre Erfolgsquoten heraus, die bei einem unabhängigen Forschungsinstitut in Auftrag gegeben wird. Der Titel der entsprechenden Publikation lautet: "Wie suchen Arbeitsuchende eine Beschäftigung?" (Hoe Zoeken Werkzoekenden? - HZW); sie enthält umfangreiche Informationen zum Bestand und den Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt, auch im Zusammenhang mit den Anstrengungen der Arbvo.
Ein interessanter neuer Ansatz bei Personenstatistiken wurde vom CBS initiiert: die sozialstatistische Datenbasis (SSB). In diesem neuen Projekt werden Aufzeichnungen verschiedener Verwaltungen und Antwortdaten aus Haushaltsbefragungen sowie aus Unternehmens- und Einrichtungserhebungen auf Basis der Sozialversicherungsnummer und anderer persönlicher Charakteristika feinabgestimmt. Das Resultat ist eine umfangreiche landesweite Datenbasis, die umfangreiche Angaben zu einzelnen Personen, Adressen, Arbeitsstellen und Leistungen enthält. Mit dieser Datenbank ist es möglich, Muster bei der Verbindung einer großen Anzahl sozioökonomischer Daten herauszuarbeiten. Die Größe der Datenbasis erlaubt es, Ergebnisse auf detailliertem Niveau abzubilden.
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