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NATIONALE ARBEITSMARKTPOLITIKEN

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DK-i.7 Langzeiturlaub
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3.1.7.DK-i.7 Langzeiturlaub
(Sabbatorlov)


3.1.7.1. Ziel

Die Maßnahme soll es Beschäftigten ermöglichen, Langzeiturlaub zu nehmen. Auf dem Arbeitsmarkt soll sie eine Arbeitsplatzrotation herbeiführen.

3.1.7.2. Rechtsgrundlagen

Konsolidiertes Gesetz über Urlaub, Gesetz Nr. 1060 vom 20.12.1995.

3.1.7.3. Inhalt

Langzeiturlaub (d.h. Urlaub für beliebige Zwecke) kann für eine ununterbrochene Dauer von mindestens 13 Wochen bis zu einem Jahr gewährt werden. Die Zielgruppe besteht aus Beschäftigten im Alter von über 25 Jahren. Die Dauer des Langzeiturlaubs ist mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren. Voraussetzung ist ferner, daß der/die Betreffende Mitglied einer Arbeitslosenversicherungskasse ist und Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. Schließlich muß der freigewordene Arbeitsplatz mit einer Person besetzt werden, die seit mindestens einem Jahr arbeitslos ist.

3.1.7.4. Finanzierung

Während des Langzeiturlaubs wird ein Urlaubsgeld von (bis zu) 70 % des Arbeitslosengeld-Höchstsatzes gewährt. Ab 1.4.1997 wird das Urlaubsgeld auf 60 % dieses Höchstsatzes gekürzt.

3.1.7.5. Institutionelle Durchführung

Die Durchführung der Urlaubsprogramme fällt in den Aufgabenbereich der staatlichen Arbeitsverwaltung, die auch im Zusammenhang mit der Einführung von Vereinbarungen zur Arbeitsplatzrotation Hilfe anbieten muß. Das Gesetz über Urlaubsprogramme ist im Kontext des Gesetzes über aktive Arbeitsmarktpolitik zu sehen. Es soll sicherstellen, daß die Arbeitsverwaltung, indem sie die Arbeitnehmer über Beurlaubungs- sowie Berufsbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten berät, dazu beiträgt, daß die Urlaubsprogramme durch Vereinbarungen über Arbeitsplatzrotation zu einem Anstieg der Beschäftigung führen.

3.1.7.6. Dauer

Langzeiturlaub kann für eine ununterbrochene Dauer von mindestens 13 Wochen bis zu einem Jahr gewährt werden. Das Langzeiturlaubsprogramm ist ein Pilotprogramm, das Ende März 1999 ausläuft.

3.1.7.7. Ergebnisse

Ende 1995 waren insgesamt etwa 70.000 Personen beurlaubt; von diesen befanden sich etwa 2.000 auf Langzeiturlaub.


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