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Entwicklungen in Kürze
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Entwicklungen in Kürze


Belgien: Neben einer Lohndämpfung durch Veränderung des Lebenshaltungsindexes und eines Lohnstopps für 1995/1996, der auch für freie Berufe und gewisse Kapitaleinkünfte gilt, wurden Eingliede- rungsverträge für Jugendliche eingeführt, die flexiblere Kündigungsschutzregelungen und niedrigere Eingangslöhne vorsehen. Geplant sind auch umfangreiche Möglichkeiten zur Arbeits- umverteilung, die durch Tarifvertrag implementiert werden sollen. Weitere Reduzierungen der Sozialabgaben sind bei der Einstellung des ersten Arbeitnehmers und bei Niedriglöhnen vorgesehen.

Dänemark: Die durch die Arbeitsmarktreform eingeführten Beurlaubungsmöglichkeiten, vor allem der Elternurlaub, verzeichnen eine starke Inanspruchnahme. Die ersten Ergebnisse zeigen auch, daß sie zur Arbeitsumverteilung beitragen.

Deutschland: Die Neuregelungen im Arbeitsförderungsgesetz zum 1. 1. 1994 führen zu einer Senkung der Lohnersatzleistungen bei Arbeitslosigkeit und Weiterbildung, zur Streichung des Schlecht- wettergeldes ab 1996 und zu einer Verlängerung der Sperrzeiten für Arbeitslose. Das Sonder- programm für besonders beeinträchtigte Langzeitarbeitslose wird bis Ende 1998 weitergeführt, und erstmals wird auch die private Arbeitsvermittlung zugelassen. Das Budget der Bundesanstalt für Arbeit wird für 1994 auf 107,2 Milliarden DM veranschlagt.

Spanien: Beschlossen wurde eine Neuregelung von Ausbildungsverträgen und von Teilzeitverträgen, eine Auflockerung des Vermittlungsmonopols sowie eine Absenkung der Lohnersatzleistungen bei Arbeitslosigkeit. Der branchenübergreifende Mindestlohn wurde um 3,5 % erhöht.

Frankreich: Das Fünfjahresgesetz über Arbeit, Beschäftigung und Berufsbildung sieht unter anderem eine Reduzierung der Sozialabgaben für Niedriglöhne, die Einführung von Dienstleistungsschecks, die Reduzierung und Reorganisation der Arbeitszeit, die Einführung eines "Bildungskontos" und die Verlängerung der Bezugszeiten von Kurzarbeitergeld vor. Die Aus- und Weiterbildung für Jugendliche soll weiter dezentralisiert werden, und ein Eingliederungsvertrag mit einer niedrigen Anfangsvergütung wird eingeführt. Schließlich sind auch einige institutionelle Neuerungen und die begleitende Evaluation der durch das Gesetz eingeführten Maßnahmen geplant. 1994 sollen 15 000 staatlich unterstützte Qualifikationsbilanzen für arbeitslose Führungskräfte erstellt werden.

Irland: Ein neues auf vorgegebenen Fach- und Sachkenntnissen beruhendes System der Lehrlings- ausbildung wird schrittweise eingeführt. Die ,Aktivierung" der Sozialhilfe als Lohnsubvention zur Ausführung von Arbeiten in ausgewählten Sektoren wurde im Oktober 1993 beschlossen.

Niederlande: Die Arbeitsmarktsituation für Schulabgänger hat sich weiter verschlechtert. Eine enge Kooperation zwischen dem Arbeitsamt und den Berufsgenossenschaften zur schnelleren Vermittlung wurde beschlossen.

Portugal: Durch zeitweise Rotation zwischen Beschäftigten und geförderten Arbeitslosen sowie durch eine Art von Teilrente mit Wiederbesetzung soll die berufliche Bildung und Eingliederung von Arbeitslosen gewährleistet werden.

Vereinigtes Die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im gemeinnützigen Sektor wurden auf 95 000 StellenKönigreich: ausgeweitet. Eine neue Lehrausbildung soll in den nächsten Jahren von ca. 150 000 Jugendlichen jährlich absolviert werden.


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