Infolge der ungünstigen ökonomischen Entwicklung und der schlechten Angleichung zwischen Nachfrage und Angebot bei Schulabgängern hat sich im Jahre 1992 die Position der meisten Schulabgänger auf dem Arbeitsmarkt verschlechtert, wie die Arbeitsverwaltung in ihrem ,Schulabgängerbericht 1993" feststellt. Die Zahl der offenen Stellen für Schulabgänger bei den Arbeitsämtern hat sich zwischen September 1990 und September 1992 von 42 300 auf 22 500 reduziert. Die Nachfrage besteht zu zwei Dritteln aus Arbeitsplätzen für LBO- und MAVO-Absolventen (berufliche Grundausbildung bzw. Abschluß allgemeinbildender Schulen).
Im Jahre 1991 traten 206 000 und im Jahre 1992 170 000 Schulabgänger auf den Arbeitsmarkt. In den nachfolgenden Jahren wird nur noch ein marginales Absinken der Zahl der Schulabgänger erwartet. Die Arbeitslosigkeit von Schulabgängern ist von 15 % in den Jahren 1990 und 1991 auf 20 % im Jahre 1992 gestiegen. Die Gesamtarbeitslosigkeit ist dagegen im Jahre 1992 auf etwas unter 7 % zurückgegangen.
Schulabgänger ohne Abschluß haben die schwächste Position auf dem Arbeitsmarkt und suchen erheblich länger nach Arbeit als Jugendliche mit einem Abschluß. Jugendliche, die in technischen und medizinischen Berufen ausgebildet worden sind, sind auf allen Ausbildungsniveaus erfolgreicher.
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