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NATIONALE ARBEITSMARKTPOLITIKEN

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Entwicklungen in Kürze
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Entwicklungen in Kürze


Belgien: Durch die Bezuschussung lokaler Arbeitsvermittlungsstellen der Gemeinden, die Arbeitslose gegen Entgelt verleihen, will die belgische Regierung die Beschäftigung vor allem Langzeitarbeitsloser in Bereichen unbefriedigten Bedarfs (z. B. persönliche Dienstleistungen, Umweltschutz) fördern.

Die Region Flandern hat einen Plan zur Beschäftigung von jugendlichen Langzeitarbeitslosen aufgelegt, mit dem die Integration in den Arbeitsmarkt durch bezuschußte Arbeitserfahrung mit intensiver Betreuung erfolgen soll.

Auch die Region Wallonien hat einen Beschäftigungsplan für diese Zielgruppe beschlossen, der vor allem von den Kommunen umgesetzt werden soll und durch die regionalen Energieversorgungsunternehmen mitfinanziert wird.

Deutschland: Die Zahlung des Schlechtwettergeldes wurde befristet verlängert, läuft aber 1996 aus und soll durch eine Regelung der Tarifparteien ersetzt werden. Die Kollegenhilfe im Baugewerbe wird zugelassen.

Die uneigennützige Arbeitnehmerüberlassung für schwervermittelbare (Langzeit-)Arbeitslose wird ab 1.10.1994 gefördert.

Der Haushaltsentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sieht gegenüber 1994 leicht gestiegene Ausgaben vor und bleibt mit rund 27 % des Gesamthaushaltes der größte Einzeletat. Größte Neuerung ist die Einführung der Pflegeversicherung.

Spanien: Durch die Arbeitsmarktreform in Spanien wurden auch der Bereich der geographischen Mobilität (Umsetzungen und Versetzungen) und wesentliche Teile der Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeit- und Lohnregelung neustrukturiert. Prinzip ist dabei der Rückzug des Staates, der nur mehr Rahmenbedingungen und Mindeststandards regelt, während die Rolle der Sozialpartner gestärkt wird.

Frankreich: Durch die Möglichkeit, Gelegenheitsarbeiten im Haushalt durch sogenannte Dienstleistungsschecks zu entgelten, werden die Verwaltungsvorgänge bei dieser Art der Arbeit wesentlich erleichtert.

Durch eine Reihe von Maßnahmen, die in dem sogenannten ,Fortschrittsvertrag" zwischen der Arbeitsmarktbehörde ANPE und dem Staat vereinbart wurden, soll der Einschaltgrad der öffentlichen Arbeitsvermittlung erhöht und das Dienstleistungsangebot verbessert werden.

Um die Zunahme der in den Sozialplänen vorgesehenen Umschulungsvereinbarungen bewältigen zu können, werden die bei den Arbeitsamtsbezirken angesiedelten Technischen Wiedereingliederungsteams modernisiert.

Italien: Im Juli 1994 wurden einige wichtige Neuregelungen bei den Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik eingeführt. Dies betrifft insbesondere die Lohnersatzleistungen und die sogenannten Arbeits-Ausbildungsverträge.

Die ,namentliche" Einstellung von Arbeitslosen wird durch eine nun erst nachträglich notwendige Meldung bei der Arbeitsverwaltung weiter erleichtert.

Irland: Die passiven Leistungen bei Arbeitslosigkeit werden unter anderem durch die Ermöglichung größerer Zuverdienste während des Leistungsbezugs ,aktiviert".

Niederlande: Eine neue Rahmenregelung für die Weiterbildung der Arbeitslosen in den einzelnen Wirtschaftsbranchen soll die Gesetzeslage vereinfachen und den regionalen Arbeitsmarktverwaltungen mehr Entscheidungsspielräume geben.

Das Gesetz über die Befreiung der Arbeitgeber von den Sozialabgaben bei Einstellung von Langzeitarbeitslosen wird erweitert.

Kontinuierliche Kontakte mit Arbeitgebern und die Einteilung der Langzeitarbeitslosen in vier Gruppen sollen ihre Vermittlungschancen erhöhen.

Die Arbeitsaufnahme von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern wurde erschwert.

Forschungsergebnisse zeigen, daß sich eine aktive Arbeitssuche auch für besonders Schwervermittelbare lohnt und daß die Arbeitsumverteilung eine bessere Anpassung von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt mit sich bringt.

Portugal: Eine Studie über die Berufseingliederung von behinderten Arbeitnehmern zeigt, daß sie meist problemlos verläuft und die meisten Behinderten ausbildungsadäquat eingesetzt werden.

Vereinigtes Bereits im April 1994 ging der Berufsberatungsdienst von den lokalen Schulbehörden auf das Arbeits-

Königreich: ministerium über, das eine öffentliche Ausschreibung durchführte, um auch Privatfirmen die Trägerschaft dieser Dienste zu ermöglichen.


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