Im Bereich der Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung der am stärksten benachteiligten Gruppen hat die Statistische Abteilung des Ministeriums für Arbeit und Soziale Sicherheit (MESS) ein Projekt zur Untersuchung der typischen Merkmale der Berufstätigkeit von Behinderten durchgeführt. Die Studie wurde im Rahmen der vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Beschäftigungsprogramme erarbeitet und im ersten Halbjahr 1994 abgeschlossen.
In der ersten Phase wurde eine Umfrage in Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten durchgeführt, in denen auch Behinderte arbeiten.
In der zweiten Phase wurden die in diesen Firmen tätigen Behinderten befragt. Ziel dabei war es herauszufinden, inwieweit sie beruflich eingegliedert sind und welche Rolle die Berufsausbildung bei der Ausführung ihrer Arbeit spielt.
Die Untersuchung hat ergeben, daß der Prozentsatz behinderter Arbeitnehmer mit der Betriebsgröße zunimmt und die meisten Behinderten in einem festen Arbeitsverhältnis stehen.
Darüber hinaus wurde festgestellt, daß die behinderten Arbeitnehmer überwiegend der Altersgruppe von 45 Jahren und älter angehören. Die Mehrheit verfügt über eine neunjährige Schulbildung, und überdurchschnittlich hoch ist auch der Anteil derjenigen, die ein Studium abgeschlossen haben.
Die meisten behinderten Arbeitnehmer sind im Verwaltungsbereich tätig. Ihre Arbeitsstelle haben sie überwiegend entweder durch Eigeninitiative oder durch Stellenangebote der Unternehmen gefunden. Seltener wurden sie durch Arbeitsämter vermittelt.
Abschließend ist festzuhalten, daß die Eingliederung meist ohne Schwierigkeiten erfolgte und daß die Art der Beschäftigung aus der Sicht sowohl der Arbeitgeber wie auch der behinderten Arbeitnehmer der Berufsausbildung weitgehend entspricht.
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