Beschäftigungsförderung durch Unterstützung der Klein- und Mittelbetriebe
Beschäftigungsförderung durch Unterstützung der Klein- und Mittelbetriebe
Die Förderungspolitik im Rahmen des "Mehrjährigen Beschäftigungsprogrammes des spanischen Königreiches" unterstützt mit verschiedenen Maßnahmen besonders die Entwicklung und den Betrieb der KMU (PYMEs). So werden die KMU in dem Programm als "beschäftigungschaffender Motor des Wirtschaftswachstums" bezeichnet, dessen Bedeutung auf hoher Aktivität basiert. 99,7~% der spanischen Unternehmen, die Arbeitnehmer beschäftigen, gehören zu den KMU. 74,2~% der abhängig Beschäftigten arbeiten in KMU, von denen 90~% weniger als zehn Arbeitnehmer haben.
In dem Programm werden die Aktivitäten in zwei Gruppen unterteilt: (1) vor kurzem begonnene Aktivitäten und (2) solche, die im Zeitraum 1997-1999 initiiert werden. Besonders erwähnenswert ist in der ersten Gruppe: finanzielle Unterstützung, die Förderung der Ausbildung sowie Maßnahmen zur Internationalisierung und Vereinfachung der Verwaltung. Zudem kam es für die KMU zu einer Steuerreform. Mit dem "Centro PYME" wurde eine persönliche oder computergestützte Informationsebene geschaffen (ARACNE). In dem Zentrum, das als erste Anlaufstelle dienen soll, werden verstreute Informationen über öffentliche Unterstützungen, Verwaltungsverfahren, Kurse und Seminare zusammengefaßt und systematisiert.
Zu den Aktivitäten für die zweite Gruppe zählt die von den autonomen Gebieten betriebene "KMU-Initiative zur betrieblichen Entwicklung 1997-1999" (Iniciativa PYME de Desarrollo Empresarial 1997-1999). Die Initiative setzt sich aus verschiedenen Maßnahmen zusammen, die zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU beitragen sollen. Anspruchsberechtigt sind die kleinen und mittleren Betriebe selbst sowie Einrichtungen, die diesen Betrieben Dienstleistungen anbieten. Die Beihilferegelungen und die Leitung der Initiative wurden am 20. Juni 1997 in der Königlichen Verordnung 937/1997 festgelegt. Sie bestimmt die Ausdehnung der Aktivitäten auf sämtliche wirtschaftliche Betätigungsfelder und legt die Finanzmittel für 1997 sowie die Haushaltsansätze für 1998 und 1999 fest, die zum Teil aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung stammen. Die Mittel werden auf sieben verschiedene Programme verteilt, mit deren Hilfe Schwierigkeiten der KMU wie z.~B. geringe Größe, Informationsmangel, fehlende Investitions- und Innovationsmöglichkeiten oder knappe Finanzmittel überwunden werden sollen. Die Initiative steht in Verbindung mit der "Initiative zur Unterstützung von Technologie, Sicherheit und Qualität" (Iniciativa de Apoyo a la Tecnología, la Seguridad y Calidad Industrial - ATYCA), deren Aufgabe es ist, Innovationsnetze für die Betriebe, insbesondere für KMU, aufzubauen, um die Infrastruktur für die Bereiche Technologie und Forschung im Land zu verbessern.
Eine weitere wichtige Aufgabe hat die "Initiative Kunst/KMU 1995-1999" (Iniciativa Arte/PYME 1995-1999) übernommen. Ihr Ziel ist es, spanischen KMU den Einstieg in die Informationsgesellschaft zu erleichtern. Diese zentral geleitete Initiative gehört zu den Maßnahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen der von der EU betriebenen Kohäsionspolitik. Die Initiative umfaßt:
- Unterstützungsmöglichkeiten zur Mitfinanzierung von Projekten, die sich an KMU-Gruppen mit vergleichbaren Bedürfnissen richten;
- direkte Aktivitäten der Verwaltung zur Sensibilisierung der Beamten;
- Entwicklung von Projekten.
Vier Aktivitätsstränge bzw. Projektarten werden bei der Förderung berücksichtigt: Bedarfs- und Machbarkeitsstudien, Modellvorhaben, Einführung und Ausbau der Dienste sowie Anwendungen.
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