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Vorschlag für ein neues allgemeines Beschäftigungsziel
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Vorschlag für ein neues allgemeines Beschäftigungsziel


In der neuesten, dem Parlament am 13. Oktober 1998 vorgelegten Haushaltsvorlage schlägt die Regierung ein neues allgemeines Beschäftigungsziel vor, das das bestehende ergänzt, dem zufolge die Arbeitslosenquote bis Ende 2000 auf 4% halbiert werden soll.

Die Arbeitslosenquote ist innerhalb des vergangenen Jahres rapide von mehr als 8% im Sommer 1997 auf knapp über 6% im Sommer 1998 gefallen. Diese positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist teilweise auf die Initiative für Erwachsenenbildung, aber auch auf einen allgemeinen Nachfrageanstieg nach Arbeitskräften zurückzuführen.

Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung schlägt die schwedische Regierung vor, die Beschäftigungsrate in der Altersgruppe der 20- bis 64jährigen von 74% in 1997 auf 80% in 2004 zu erhöhen. Dieses Ziel ersetzt nicht die Absicht, die Quote der offenen Arbeitslosigkeit auf 4% im Jahr 2000 zu halbieren, sondern hat vielmehr ergänzenden Charakter. Damit das Beschäftigungsziel bis 2004 erreicht wird, muß die Anzahl der Beschäftigten bis dahin um jährlich etwa 55.000 steigen, was einem jährlichen Beschäftigungswachstum von 1 bis 1,5% entspricht.

Durch das neue Beschäftigungsziel wird der politische Schwerpunkt künftig verstärkt auf die Frage gerichtet sein, wie allgemeines Wachstum - und damit Beschäftigungswachstum - angeregt und gefördert werden kann. Diese Entwicklung wird durch ein gut funktionierendes Bildungssystem und aktive Arbeitsmarktpolitik unterstützt. Dazu gehört auch, daß sich letztere zur Beseitigung von Engpässen auf dem Arbeitsmarkt noch stärker auf die arbeitsmarktorientierte Ausbildung konzentriert. Überdies muß die Politik deutlicher als bisher eine Kultur des Unternehmertums fördern, wozu unter anderem ein unternehmer- und expansionsfreundliches Steuersystem zählt.


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